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Disruption im Handel - ein permanenter Prozess

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Transformation im Handel sei ein permanenter Prozess, nur wer sich ständig neu erfinde, könne am Markt erfolgreich bestehen, erklärt Gerhard Drexel, CEO der Spar Österreichische Warenhandels-AG, bei seinem Vortrag am MCI.

Ständiger Wandel und Transformation als Basis für den Erfolg – Empathie für die Anforderungen der Gesellschaft.

Transformation im Handel sei ein permanenter Prozess, nur wer sich ständig neu erfinde, könne am Markt erfolgreich bestehen, erklärt Gerhard Drexel, CEO der Spar Österreichische Warenhandels-AG, bei seinem Vortrag am MCI. Wer sich nicht rechtzeitig auf Veränderungen einstellen könne, laufe Gefahr, wegselektioniert – disruptiert – zu werden. Ehemals erfolgreiche österreichische Unternehmen wie Baumax, Sport Eybl, Schlecker, Konsum Meinl und viele mehr mussten für ihre Anpassungsversäumnisse teuer bezahlen: Sie wurden von Mitbewerbern übernommen oder – noch schlimmer – schlitterten in die Insolvenz.

Dabei ist es gar nicht so schwer, erfolgreich durch stürmische Zeiten zu navigieren, so Gerhard Drexel: „Das Erfolgsrezept besteht darin, die Gesetze der Evolution zu kennen, wonach nicht die stärkste Spezies überlebt, sondern diejenige, die sich dem Wandel anpassen kann: Be the disruptor, not the disrupted“. Dieser Wandel ist Teil von Firmengeschichte und Firmenphilosophie bei Spar und wird auf mehreren Ebenen sichtbar.

So vollzieht sich die Transformation der Geschäftsformate, indem in einem rollierenden Prozess sämtliche Standorte evaluiert und auf ihre Zukunftstauglichkeit geprüft werden. Auf diese Weise werden laufend Standorte modernisiert, vergrößert und konsumentenfreundlicher gestaltet, auch das Thema Parkplätze spielt eine große Rolle.

Was die Konsumenten tagtäglich an allen Standorten erleben, ist die Transformation des Sortiments: Spar setzte sich von Beginn an aktiv mit den Bedürfnissen seiner Kunden auseinander und griff proaktiv Trends auf, beispielsweise Premium, Bio, Regionalität, Convenience, Fertiggerichte, Diskontpreise uvm. Davon ausgehend hat das Unternehmen eine Pyramide der Eigenmarken entwickelt, in der sich nahezu jeder Konsumententrend wiederfindet. Die starken Eigenmarken sind inzwischen Teil der Erfolgsstrategie von Spar. Rund 5.000 Artikel im Food- und NearFood-Bereich befinden sich im Sortiment. Der Eigenmarkenanteil von Spar beträgt 45 % und sichert die Unabhängigkeit des Unternehmens. Zum Vergleich: Der Branchenschnitt liegt bei 22 %.

Ein weiterer Bereich, der einem ständigen Transformationsprozess unterliegt, ist das Absatzgebiet: Spar ist dabei, sich „vom österreichischen Handelsunternehmen zu einem mitteleuropäischen Handelskonzern zu entwickeln“. Beständiges Wachstum ist also Teil der Unternehmensstrategie, wobei die Marktentwicklung kontrolliert und fokussiert erfolgt. Das Unternehmen erzielt in Österreich, Nordost-Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien mit 82.700 Mitarbeitern an 3.174 Standorten einen Jahresumsatz von 15 Mrd. Euro.

Den Königsweg für erfolgreiche Transformation beschreibt Gerhard Drexel so: „Man muss raus aus der Durchschnittsfalle. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht gewöhnliche Dinge außergewöhnlich gut. Oder man macht außergewöhnlich gute Dinge.“

Dazu passt es, dass Spar sich als werteorientiertes Unternehmen versteht. Dies äußert sich im Umgang mit den Mitarbeitern, wo Wertschätzung als oberstes Gebot gilt, aber auch in einem aktiven Herangehen an Anforderungen der Gesellschaft: Spar sieht sich als Anwalt der Konsumenten und scheut sich nicht, bei besorgniserregenden Entwicklungen seine Stimme zu erheben und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Maßnahmen zur Gegensteuerung zu entwickeln. So übernimmt Spar beispielsweise die Themenführerschaft im Bereich gesunder Ernährung und hat unter anderem dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt: Einerseits mit einer Aufklärungskampagne, andererseits aber auch mit der konsequenten Überarbeitung der Lebensmittelrezepturen bei den Eigenmarken. Seit 2017 konnten so 56 LKW-Ladungen Zucker eingespart werden. Ein anderes Beispiel ist der Kampf des Unternehmens gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit Südamerika (Mercosur). Gerhard Drexel: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Freihandelsabkommen dieser Art. Allerdings muss sichergestellt werden, dass unsere bestehenden Standards eingehalten werden. Zum Schutz unserer Wirtschaft, und zum Schutz des Weltklimas.“

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16 12, 19

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